… denn im Trainingslager fehlten so manche Protagonisten der täglichen Sportberichterstattung. Dafür stellen sie sich an den Rand des Platzes, wenn’s zu nahegelegenen Dorfkicks geht oder telefonieren sich die Finger wund.
Rief in Österreich noch ein Journalist einer bekannten Tageszeitung an und wollte »ein paar allgemeine Informationen über den Ist-Zustand« haben – vergaß dabei zu fragen, ob der angerufene Insider den Artikel nicht lieber selbst schreiben möchte – so verschaffte sich eine Regional-anerkannte Ikone beim Kick der ersten Runde des DFB-Pokals selbst einen Überblick.
»Mein Gott, was waren die Frankfurter schwach – solch schlechte Gegner habe ich noch nie gesehen.«
Kopfschüttelnd rang der Schreiber nach Fassung, ließ dabei kaum ein Lob auf den dominierenden VfL kommen.
»Diesen Hype sollte niemand mitmachen. Der Gegner war grausam – da kannst du nur glänzen.«
Auf die Frage, Borussia habe nach der beobachteten Vorbereitung erstaunlich konzentriert und gut gespielt, ernteten wir nur ein kurzes Kopfnicken.
»Ja, ja, es ging.«
Im Übrigen meckerte und zeterte der Herr auch schon beim Heimkick gegen die Bolton Wanderers. Das Trainingslager und die drei Testspiele währenddessen begleitete er nicht.
Bleibt zu hoffen, dass die Interessierten beim Ligaauftaktspiel gegen den VfL Bochum eine höhere Transparenz über die Leistung der Borussia bekommen – nicht, dass sie noch auf angeblich so gestandene Lokal-Platzhirsche hereinfallen.